Referenz2026 - laufend

Brand-Datenbank

Die ganze Marke unter einer Adresse

Für CORUS haben wir das Brand-Manual nicht als PDF geliefert, sondern als Software gebaut. brand.corus.ag ist eine interne Web-App, in der die ganze Marke arbeitet - vom Logo über die Office-Vorlagen bis zur Bestellung der Arbeitskleidung. Hier steht, was das im Alltag ändert - und warum daraus gerade ein eigenständiges Produkt entsteht.

Brand-Datenbank - die Software live im Einsatz

Warum Brand-Manuals im Schrank landen

Wer eine Marke bauen lässt, bekommt am Ende ein Manual: sorgfältig gestaltet, als PDF übergeben, im Laufwerk abgelegt. Von da an altert es. Zwei Monate später zieht jemand das Logo als Screenshot aus der Website, weil die richtige Datei nicht auffindbar ist. Die Druckerei fragt nach Vektordaten und bekommt ein Word-Dokument. Und die neue Mitarbeiterin nimmt die älteste Briefvorlage im Ordner, weil sie zuoberst lag.

Das ist nie böser Wille. Zwischen «wir haben eine Marke» und «jede Person im Team findet in Sekunden die richtige Datei» liegt eine Lücke - und in dieser Lücke entstehen die verzerrten Logos und die falschen Farben. Ein Dokument kann sie nicht schliessen, egal wie gut es ist. Es beschreibt nur, wie es richtig wäre.

Bei einem Bauunternehmen wiegt das doppelt, denn die Marke lebt dort selten am Bildschirm: Sie hängt am Bauzaun, fährt auf dem Lieferwagen mit, steht auf der Offerte und auf der Arbeitsjacke. Fast jede dieser Anwendungen läuft über einen externen Betrieb, und jeder braucht andere Dateien in anderen Formaten. Genau an dieser Stelle setzt die Brand-Datenbank an.

Die Marke als Software: brand.corus.ag

Für CORUS entstand deshalb brand.corus.ag - eine zugangsgeschützte Web-App, nach corus.ag und der Support-Seite der dritte Webauftritt aus demselben Auftrag. Sie ist kein Schaufenster. Sie ist das Regal, aus dem alle arbeiten: Wer das Logo braucht, hat in Sekunden die richtige Datei - hell oder dunkel, fürs Web oder für die Folie. Und die Druckerei bekommt einen Link statt einer Dateisammlung per E-Mail.

Die Substanz der Marke liegt dort vollständig. Jede Logo-Variante steht zum Download bereit, fürs Web gleich mit fertigem Einbau-Schnipsel. Jede Farbe trägt alle Werte, die je gebraucht werden - am Bildschirm, im Druck, auf der Folie - mit einem Kopier-Knopf daneben, damit niemand Zahlenkolonnen abtippt. Und die Typografie kommt mit Grössen-Systemen pro Einsatzort, vom Word-Dokument bis zum Bauschild, samt Schrift-Paket zum Installieren.

Brand-Datenbank - Logo-Varianten, live
Brand-Datenbank - Logo-Varianten, live
Das Farbsystem als Fächer - jede Karte trägt die echten Werte aus der Brand-Datenbank

Daneben liegt der Alltag: die Office-Vorlagen mit Vorschau und Download, die Visitenkarten, die E-Mail-Signatur mit Live-Vorschau, dazu Sticker und Bauschilder zum Selbst-Erstellen samt einer Piktogramm-Bibliothek für Sicherheits- und Baustellenschilder. Dabei bleibt die Datenbank ehrlich: Fertige Vorlagen stehen prominent, was noch in Arbeit ist, bleibt eingeklappt und ist als solches markiert - nichts gibt vor, fertig zu sein, wenn es das nicht ist.

Brand-Datenbank - Word-Master
Brand-Datenbank - Word-Master
Brand-Datenbank - Visitenkarten, live
Brand-Datenbank - Visitenkarten, live

Das Inventar geht weiter, als ein Brand-Manual je gehen würde. Die folierten Fahrzeuge und die Arbeitskleidung sind als Bestand erfasst, pro Rolle ist hinterlegt, wer welche Ausstattung bekommt, und ein eigener Bereich hält die Bestellungen fest. Eine Anleitung erklärt das Bestellen Schritt für Schritt, geschrieben für Menschen ohne IT-Hintergrund.

Brand-Datenbank - Fahrzeugflotte, live
Brand-Datenbank - Fahrzeugflotte, live

Und für draussen gibt es eigene Ansichten: Folierer und Bekleidungslieferant sehen je eine Seite mit genau den Dateien und Farbwerten, die ihr Gewerk braucht - unter einer Adresse, die immer den aktuellen Stand zeigt. Wer trotzdem ein Dokument will, bekommt es: Der klassische Styleguide lässt sich als PDF direkt aus der Datenbank erzeugen.

Warum das Software ist und kein Dokument

Von aussen sieht brand.corus.ag aus wie eine Website. Technisch ist es eine Anwendung - und der Unterschied ist genau der Punkt.

Jedes Logo ist ein Datensatz mit Eigenschaften, jede Vorlage auch, bis hin zum einzelnen Kleidungsstück. Die Seiten werden aus diesen Daten erzeugt: Ändert sich der Stand, ändern sich alle Ansichten, die ihn zeigen, bis hinaus zu den Lieferanten. Es gibt keine zweite Version der Wahrheit, die jemand von Hand nachführen müsste.

Dazu kommen Werkzeuge, die selbst etwas herstellen. Der Sticker-Generator nimmt einen Projekt-Code entgegen und liefert ein druckfertiges PDF in der Originalvorlage zurück. Mit dem Organigramm-Werkzeug baut CORUS Organigramme direkt im Marken-Look, exportiert sie als Bild und sichert den Stand als Datei für die nächste Änderung. Beides sind Aufgaben, die früher als Auftrag an eine Agentur gegangen wären - jetzt sind sie ein Formular.

Und die Plattform kennt Zugänge und Rollen: Die Anmeldung über die bestehenden Microsoft-Konten des Teams ist eingebaut, Lieferanten sehen nur ihren Ausschnitt.

Genau das meinen wir, wenn wir von individueller Software sprechen. Nicht jede Anwendung gehört in einen App-Store. Die wertvollste Software ist oft ein internes Werkzeug, das einen konkreten Alltag abbildet - und aus einem Regelwerk, das niemand liest, ein System macht, das mitarbeitet.

Daraus entsteht ein Produkt

Was für CORUS gebaut wurde, hängt in seiner Grundidee nicht an CORUS. Die Lücke zwischen Manual und Alltag hat jedes Unternehmen, das eine Marke führt - und sie lässt sich überall gleich schliessen: mit einer Datenbank statt einem Dokument.

Deshalb entwickeln wir daraus zurzeit eine eigenständige Produktversion, die ein Unternehmen für die eigene Marke einrichten kann. Sie ist noch nicht fertig, und wir versprechen hier nichts, was nicht schon bei CORUS läuft. Aber wenn du deine Marke so betreiben willst, führen wir das Gespräch gerne jetzt schon.

Deep Dive

Die Brand-Datenbank war ein Bereich von fünf - was rund um sie entstand, von der Website bis zur Migrationsnacht, liest du im CORUS-Case